Herzlich Willkommen

Bei Solawi-Osthessen e.V.


 Wer sind Wir?

Wir sind eine Gruppe von Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Bereichen die sich Ende 2017 in einem Seminarhaus in Neuhof – Rommerz , Landkreis Fulda zusammengefunden haben um in unserer Gesellschaft etwas zu bewegen. An gemeinschaftlichen Abenden wurde die Idee zur Gründung einer „solidarischen Landwirtschaft“ ins Leben gerufen. Schon nach kurzer Zeit wurde uns bewusst, dass unsere Ambitionen weiter reichen.

 

Unsere Ziele sind die Förderung von Nachhaltigkeit, Naturschutz, Gemeinschaft und Solidarität im ländlichen Raum. Durch unser Engagement für nachhaltig Landwirtschaften in einer solidarischen Gemeinschaft wollen wir neues Leben in die Dörfer bringen, Lebensqualität im ländlichen Raum erhöhen, zum Umweltschutz beitragen und die Aufmerksamkeit der Menschen für den Zusammenhang von Ökologie, Gesundheit und Lebensqualität stärken. Dazu gehört auch die Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturkreisen.

 


Solidarität mit Fridays for Future!

15.03.2019

Die Klimakrise wendet sich gegen alle Bauern und Bäuerinnen weltweit und bedroht deren Existenz. Die Auswirkungen  dieser Krise für Natur, Mensch und Tier sind heute schon in vielen Ländern verheerend und zerstörerisch.
Wir brauchen eine kollektive Kraftanstrengung um die Klimakrise aufzuhalten und Politik und Unternehmen dazu zu bewegen, sofort umfassende Maßnahmen im Bereich Umwelt- und Artenschutz zu ergreifen um die 1,5 Grad des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten. Als Netzwerk Solidarische Landwirtschaft solidarisieren wir uns mit Fridays for Future, unterstützen die Proteste und rufen zur Unterstützung auf: https://fridaysforfuture.de/

 

Es sind eure Kinder – und es geht um ihr Leben

 

 

Von Gerhard Spörl

 15.03.2019

In mehr als 100 Ländern gehen Jugendliche für Klimaschutz auf die Straße. Sie sind eine Macht und verlangen von den Mächtigen, dass sie ihre Klimaziele endlich ernst nehmen. Recht haben sie.

 

Zufällig stieß ich bei YouTube auf einen Film, in dem ein kleines Mädchen mit Zöpfen eine Rede auf Englisch hielt. Sie war umgeben von anderen jungen Menschen, die vermutlich auch nur 15 oder wenig älter sind. Und da sie alle größer waren, sahen sie aus wie eine Leibwache – obwohl Greta Thunberg mit großer Selbstverständlichkeit am Mikrofon stand und ihre Rede hielt.

 

Am interessantesten fand ich Jean-Claude Juncker, der hinter den Jugendlichen auf einem Podium saß und dem Mädchen mit den Zöpfen lauschte. Juncker ist ein begnadeter Zyniker, ein Mann, der alles schon gehört und gesehen hat und den nichts mehr überrascht. Ich wartete darauf, dass er sich zu einem Nachbarn beugt und eine kleine, bösartige Bemerkung macht, über die sie dann gemeinsam halblaut lachen. Schon mal, damit sie die Hierarchie wiederherstellen, die bei diesem Klimagipfel in Kattowitz herrschen sollte: Diese Greta dort vorne weiß doch gar nicht, wie unendlich kompliziert das alles ist, womit wir uns herumschlagen, und worüber sie so naiv daher redet. Wer kam auf die dumme Idee, sie einzuladen?

 

Juncker beugte sich nicht zu einem Nachbarn. Ihm entgleisten nicht die Gesichtszüge. Zu Recht fürchtete er die Bilder: Hinten der feixende EU-Kommissionspräsident, vorne das schwedische Mädchen, das die Welt fasziniert und Politikern wie ihm bedeutet: Ihr macht nichts, ihr verschwendet eure Zeit mit Konferenzen, auf denen zu wenig passiert. Aber das ist Zeit, die wir nicht haben – und schon gar nicht die Erde, die sich erwärmt, mit Folgen, die ihr kennt, ohne dass sie euch befeuern.

 

Im August hat Greta Thunberg damit begonnen: An einem Freitag, stand sie mit ihrem – inzwischen berühmten Plakat – einfach so da: Schulstreik fürs Klima. Damit hat sie etwas befeuert, einen Nerv getroffen – unser aller Nerv. Doch vor allem den ihrer Generation, der Kinder und Jugendlichen in vielen Ländern. Denn um deren Zukunft geht es ja – um deren Leben in einer Zivilisation, die ihre Selbstzerstörung aufhält. Am Freitag gehen sie weltweit auf die Straße: in knapp 1.650 Städten in 105 Ländern. Es werden immer mehr. Bravo.

 

"Kinder an die Macht"

 

Greta hat es ihnen vorgemacht. Sie vertritt ihre Generation auf Klimakonferenzen wie in Kattowitz und auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. In ihrem Namen stört sie die Selbstbeweihräucherung der versammelten Erwachsenen, die die Welt ökonomisch und politisch lenken. Schon ist sie für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

 

"Kinder an die Macht" singt Herbert Grönemeyer. Kinder haben Macht. Wenn sie sich sie nehmen.

 

Mädchen wie Greta sind wahre Heldinnen. Sie zwingen ausgefuchste, abgefuckte Politiker zum Zuhören. Und mich reißen sie aus der pragmatischen Routine, mit der ich Probleme der Weltpolitik analysiere.

 

Die Alten haben die Jungen missachtet

 

Greta hat Recht. Jeder weiß es. Wir brauchen Menschen wie sie, deren Redlichkeit und Ernsthaftigkeit niemand anzweifeln kann. Sie sind unser schlechtes Gewissen. Sie sind die Jungen, die von den Alten in der Politik notorisch missachtet werden, weil die Alten füreinander sorgen und ansonsten nicht mehr da sein werden, wenn die Jungen so alt geworden sind, dass sie die Führung in der Politik und der Wirtschaft übernehmen. Die Teenager sind die Nemesis der heute Herrschenden – die Kinder des gerechten Zorns über die leidigen Verhältnisse, die sie erben.

 

In Kattowitz und Davos luden sie Greta nicht zufällig ein und applaudierten ihr sogar. Die meisten in diesem Konferenzzirkus haben selber Kinder. Sie fürchten diese großen Kinderaugen, die sie fragend anschauen: Und ihr habt nichts getan, euch fiel nichts ein, ihr habt euch nicht bemüht. Ja warum denn nicht? Was hat euch daran gehindert, wo es doch nicht nur um euch geht, sondern auch um uns?
Was Greta und ihre Generation den Mächtigen der Erde vorhalten, sitzt im Kopf fest. Es geht nicht weg. Es bleibt. Es lässt sich nicht länger überhören, nicht länger systematisch herunterdimmen. Die Jungen stellen den Alten die entscheidenden Fragen und die reagieren hilflos, weil sie keine Antworten haben.

 

Das muss nicht so bleiben. Die Antworten gibt es ja. Dann macht mal. Kümmert euch. Nehmt eure wortreichen Gute-Absichts-Bekundungen endlich ernst und haltet die Klimaziele, die ihr auf euern zahllosen Konferenzen beschwört, zur Abwechslung mal ein. Handelt endlich konsequent. Dann könntet ihr auch die Achtung eurer Kinder zurückgewinnen. 

 


Unsere erste Bieterrunde.

Am 12.03.2019 fanden sich zahlreiche Interessenten im Seminarhaus in Neuhof- Rommerz zu unsere erste Bieterrunde ein. Nach der Begrüßung hat Fabian Benkner die Anbauliste und den Finanzplan vorgestellt. Für einen ganzen Ernteanteil wurde ein Durchschnittswert von 72,90 € ermittelt, und für einen halben Anteil 36,45 €. Schon nach der ersten Bieterrunde konnte das Budget sogar mit einem Überschuss gedeckt werden. Insgesamt konnten 28 Anteile an den Mann/ Frau gebracht werden. Im Anschluss fanden sich kleine Runden zusammen, bei der sich der sich die Mitglieder der einzelnen Abholstellen kennenlernen konnten.

Abholstellen gibt es in,

Schlüchtern: ökologische Außenstelle im alten Kloster, Fr. bis 10:00 Uhr

Fulda:             Reformhaus Heidl, Fr. bis 11:00 Uhr

Neuhof:           Biohof Benkner, Fr. 9:00- 17:00 Uhr

Es ist bis Ende April noch möglich Anteile zu erwerben, allerdings nur zum festen Preis von 72,90 €für einen ganzen Anteil, und 36,45 € für einen halben Anteil. Es besteht auch die Möglichkeit wöchentlich 5 oder 10 Bio Eier vom Hof Benkner zu beziehen.

5 Eier kosten 7,58 € pro Monat, das sind 35 Cent pro Stück.  

Die Bieterrunde

Der Landwirt stellt seine Anbau- und Finanzplanung für das folgende Wirtschaftsjahr vor.

Aus dieser Budgetplanung ergibt sich ein durchschnittlicher monatlicher Beitrag für die Saison 2019 - 2020 von 72,90 Euro für einen Anteil Gemüse. Dieser Durchschnittsbetrag ist jedoch nur ein Richtwert. Jedes Mitglied schreibt auf einen Notizzettel wie viel er oder sie tatsächlich monatlich für den Anteil Gemüse aufbringen kann oder will. Die Notizzettel werden dann eingesammelt und ausgewertet ob das Budget für die nächste Saison gedeckt ist. Ist das Budget nicht gedeckt, so wird die Bieterrunde so oft wiederholt bis dieses erreicht ist. Nach der Bieterrunde wird von jedem Mitglied das Gemüse-Formular (Vertrag zwischen Landwirt und Mitglied) ausgefüllt.